Full text: Der deutsche Meistergesang

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und war bewaret wol vor allen Handen. 
ein iederman der funt fein jpeis, 
von wann er fam, aus allen deutfhen landen; 
Jein frücht holet man aud) tegleich 
in alle reich 
für zimetrör, granat und pomeranzen. 
die zwelf pflanzeten on aufher, 
je lenger mer, 
und teten fi in arbeit nit verjeumen. 
in dem fahH ih fumen ein wildes tier; 
das jelb vermüjt den auserwelten garten; 
alda floh iederman bdarfier ; 
dardurch verlor der edel gart fein rume. 
darnadh wuchs im garten diftel und doren. 
Der gart bedeut zu Nürmberg die fingjHul; 
bie hat geblüt durch zwelf erwelte dimter, 
der Kunft fich weit hat ausgebreit 
in Deutfdheland durch fremde meifterfinger, 
die der Jhul für al ander gaben preife. 
Oört, die zwelf Jaken auf dem meifterfiul: 
der erft, ein ber, hieß Kunrat Nacdhtigalle, 
jein tön er Lieblidh melodeit; 
der ander, ein nagler, der hieß Frig HZoren, 
der macht fdhone bar und Lieblidhe weife. 
Der dritt mit namen Vogelfang, 
der viert Herman Dertel, zwen hHeftelmacdher, 
machten vil tön in füßem fang; 
der fünft, Frig Ketner, was in kunft nit {Hwader; 
Merten SGrim, der fechst, Ihrieb vil bar; 
ber fibent war 
Sir Bedmeffer, fein tön Kieblidh erhale; 
vom SoftenhHof das war ber acht, 
ein IOhneider, macht
	        
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