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Albert Dürer

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Albert Dürer

Monografie

Persistenter Identifier:
06924528
URN:
urn:nbn:de:bvb:75-20230415101617
Titel:
Albert Dürer
Signatur:
Amb. 8. 3828
Autor:
Hübner, Julius
Sonstige Körperschaft:
Dresdner Kunstgenossenschaft
Erscheinungsort:
Dresden
Herausgeber:
Meinhold
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Norica
Drucke 19. Jahrhundert
Erscheinungsjahr:
1871
Umfang:
36 Seiten
Copyright:
Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
Festrede am Tage der Dürerfeier der Dresdner Kunstgenossenschaft, den 25. Juni 1871, gehalten im Prunksaale der Albertsburg zu Meißen
Anmerkung:
In Fraktur

Textteil

Titel:
[Festrede]
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Textteil
Sammlung:
Norica
Drucke 19. Jahrhundert

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Albert Dürer
  • Vorderdeckel
  • Spiegel
  • Titelseite
  • [Festrede]
  • Spiegel
  • Rückdeckel
  • Farbinformation

Volltext

27 
an unseren Meister heran, Wandbilder in größerem Maße zu schaffen. 
Der Rath von Nürnberg hatte zu dem im Jahre 1522 abzuhaltenden 
Reichstage eine Erneuerung und Bemalung des Rathhauses angeordnet. 
Dürer erhielt den Auftrag, die Entwürfe zu liefern, welche er theilweise 
nach Pirkheimer's Angaben machte. Die sogenannte „Calumnia“ oder 
„Verleumdung,“ eine Allegorie auf ungerechte Richter, wie sie, nach 
einem Berichte Lucian's, von Apelles gemalt worden — war das eine 
der Bilder. Es konnte, der Natur der Sache nach, nur eine frostige 
Allegorie werden, um so mehr, als gerade Dürer nicht der Mann war, 
sich für derlei „antikisch“ Wesen zu erwärmen. Auch das „Urtheil 
des Midas,“ was sich unter diesen Darstellungen fand, fällt in dieselbe 
Kategorie. Außerdem wurde der Triumphwagen Marximilian's, als 
großes Oelbild, ebenfalls für das Rathhaus ausgeführt. Was noch von 
diesen Arbeiten vorhanden, ist im 17. Jahrhundert dergestalt übermalt 
worden, daß von Dürer's Hand nichts mehr zu spüren ist, vielmehr er— 
scheint nach Allem die Annahme gerechtfertigt, daß Dürer nur den Ent— 
wurf, die sogenannte „Visirung“ dazu geliefert, mit der Ausführung 
hingegen gar nichts zu thun hatte. Auch die Bezahlung von nur 100 fl. 
scheint für diese Annahme zu sprechen. Das beste aller der Bilder mag 
eine humoristische Darstellung der Nürnberger Stadtmusikan— 
ten gewesen sein, die mit einer Art von decorativer Täuschung, wie auf 
einem Chor oder Balcon in voller Thätigkeit, von Georg Pencz, dem 
talentvollsten Schüler Dürer's, meisterhaft ausgeführt waren. 
Am 12. Januar 1519 starb der alte Kaiser Max und mit ihm ver— 
lor Dürer zu gleicher Zeit noch seinen alten Meister Wohlgemuth, dem 
er von jeher die kindlichste Pietät bewahrt hatte. Bald war der neue 
Kaiser, der unbärtige spanische Jüngling, Karl V. gewählt, aber erst im 
Jahre 1520 konnte er sein kaum beruhigtes Erbland verlassen, um sich 
in Aachen krönen zu lassen. 
Die Bestätigung alter Privilegien, welche Kaiser Max unserem Dürer 
zwar verliehen, von denen er aber kaum irgend einen Nutzen gezogen 
hatte, durch den neuen Kaiser, war der Hauptgrund einer Reise in die 
Niederlande für unseren Meister. Zugleich mag wohl der Wunsch, einmal 
noch aus den engen Lebensverhältnissen herauszutreten und die erfrischende 
Luft der Fremde zu athmen, ehe die rüstige Manneskraft nachließ, einen 
Beweggrund dazu abgegeben haben. Diesmal begleiteten ihn Frau Agnes
	        

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Hübner, Julius. Albert Dürer. Meinhold, 1871.
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