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Hans Sachs

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Bibliografische Daten

fullscreen: Hans Sachs

Monografie

Persistenter Identifier:
06853711
URN:
urn:nbn:de:bvb:75-20221128095304
Titel:
Hans Sachs
Signatur:
Amb. 8. 1241
Autor:
Mayer, Karl August
Erscheinungsort:
Braunschweig
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Meistersinger
Drucke 19. Jahrhundert
Erscheinungsjahr:
1867
Umfang:
S. [241]-292
Copyright:
Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg
Sprache:
Deutsch
Anmerkung:
Aus: Archiv für das Studium der neueren Sprachen, 40(1867), S. [241]-292

Kapitel

Titel:
[Text]
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel
Sammlung:
Meistersinger
Drucke 19. Jahrhundert

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hans Sachs
  • Einband
  • Titelseite
  • [Text]
  • Einband
  • Farbinformation

Volltext

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Von Speckuchen*) Dillen**) und Wänd’; 
Die Dröm***) von Schweinen-Braten send 
Umb jedes Haus so ist ein Zaun 
Geflochten von Bratwürsten braun. 
Von Malvasier so sind die Brunnen, 
Kommen ei’m selbs ins Maul gerunnen. 
Auf den Tannen wachsen Krapfen ft), 
Wie hie zu Land die Tannzapfen. 
Auf Weidenkoppen +7) Semmel steh'n; 
Darunter Bäch’ mit Millich geh’n; 
Die fallen dann in Bach herab, 
Dass Jedermann zu essen hab’. 
Auch geh’n die Fisch’ in den Lachen 
G’sotten, ’braten, gsulzt{{1) nnd pachen,*{) 
Und geh’n bei dem Gestad’ gar nahen, 
Lassen sich mit den Händen fahen. 
Auch fliegen umb (müget ihr glauben) 
Gebraten’ Hühner, Gäns’ und Tauben. 
Wer sie nicht facht und ist so faul, 
Dem fliegen sie selbs in das Maul. 
Die Saw’ all’ Jahr gar wohl gerathen, 
Laufen im Land umb, sind gebraten. 
Jede ein Messer hat im Rück), 
Darmit ein Jeder schneid’ ein Stück, 
Und steckt das Messer wieder dreimn. 
Indem wir uns auf diese Probe beschränken, bemerken wir 
nur noch, dass -in dem Gedichte ein Jungbrunnen vorkömmt, 
in den die Alten einsteigen, um verjüngt wieder aufzutauchen, 
Diesem Stoff hat unser Poet ausserdem noch ein besonderes 
Gedicht gewidmet, ausgezeichnet durch eine so lebendige Schil- 
derung, dass man Cranach’s bekanntes Bild im Berliner Museum 
vor Augen zu haben glaubt. 
Von tief sittlicher Bedeutung ist das Gedicht: der Tod 
zuckt das Stühllein (d. h. der Tod reisst den Stuhl hinweg), 
weil es den Unbestand und plötzlichen Umschlag des Glücks 
trefflich symbolisirt. Sachs sieht im Traume einen Reichen, mit 
kostbaren Gewändern angethan, inmitten seiner prächtigen Ge- 
müächer. Die ausführliche Beschreibung macht uns mit der fürst- 
lichen Einrichtung eines Nürnberger Patriziers damaliger Zeit 
bekannt. Von der Decke des herrlichen Saals schwebt, auf gol- 
*) Speckkuchen. **) Diele, Fussboden. ***) Pfosten. 17) Gebäck mit 
Füllung. +P) Gestutzte Weiden. 771) Gesalzt. *7) Gebacken,
	        

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