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Haushalts-Rechnungen Nürnberger Arbeiter

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Haushalts-Rechnungen Nürnberger Arbeiter

Monografie

Persistenter Identifier:
06695428
URN:
urn:nbn:de:bvb:75-20221128095550
Titel:
Haushalts-Rechnungen Nürnberger Arbeiter
Signatur:
Amb. 8. 1509
Autor:
Braun, Adolf
Erscheinungsort:
Nürnberg
Herausgeber:
Selbstverl. des Arbeiter-Sekretariats
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Norica
Erscheinungsjahr:
1901
Umfang:
XXXII, 109 S.
Copyright:
Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Beitrag zur Aufhellung der Lebensverhältnisse des Nürnberger Proletariats
Anmerkung:
In Fraktur

Kapitel

Titel:
II. Die Ausgaben.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel
Sammlung:
Norica

Kapitel

Titel:
Die Wohnung.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel
Sammlung:
Norica

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Haushalts-Rechnungen Nürnberger Arbeiter
  • Einband
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhalts-Verzeichniß.
  • Druckfehler-Verzeichniß und Ergänzungen.
  • Einleitung.
  • I. Die Einnahmen.
  • II. Die Ausgaben.
  • Die Wohnung.
  • Beleuchtung und Heizung.
  • Ernährung.
  • Gewichtsmengen der Nahrungsmittel.
  • Bekleidung.
  • Reinigung.
  • Bildung und Erziehung.
  • Vergnügungen.
  • Ausgaben für Taback.
  • Vereine und Fürsorge.
  • Steuern.
  • Arzt und Medikamente.
  • Anschaffungen für den Haushalt.
  • Die übrigen Ausgaben.
  • Nachträge.
  • Die Ausgabenwirthschaft eines Arbeiters mit ortsüblichen Taglöhnen.
  • Einband
  • Farbinformation

Volltext

Somit ist das Familienleben vielfach in seiner Entfaltuug durch Mit— 
benützung der Wohnung seitens zur Familie nicht gehörender dean Weene 
sich als ein auf ökonomische Ursachen zurückzuführender sozialer ißst F 
der die Lebenshaltung in einem der wesentlichsten Punkte ungünstig beeinfl ußt. 
Bis zu einem gewissen Grade wirkt auch das Zusammenwohnen zahlreicher 
Familien in einem Anwesen sozial ungünstig, es gibt Anlaß zu vielem 
es ist oft die Ursache großer Unreinlichkeit in den von allen Hausha wingen 
gemeinsam benützten Theilen des Hauses wie: Thoreinfahrt, Hof, Stiegenhaus, 
gemeinsamer Flur und dgl.; dies ist ja auch der wesentliche Grund, warum von 
zahlreichen Wohnungspolitikern das Einfamilienhaus als das Ideal einer Losung 
der Wohnungsfrage betrachtet wird. In England kommt bei höchstgelöhnten 
Arbeitern das Einfamilienhaus als selbstständige Wohnstätte nicht gerade selten 
vor, in Nürnberg dürften solche Fälle nur ganz vereinzelt anzutreffen und aus 
zufälligen Besitzverhältnissen, Erbschaft und dgl. zu erklären sein. Bei den 
durch die Bodenspekulation hoch getriebenen Miethspreisen ist eine außerordentliche 
Ausnützung des städtischen Baugrundes die Regel, so daß das enge Zusammen— 
wohnen zahlreicher Familien hieraus resultirt. Unsere Erhebung ergab da, daß 
in einem Hause zusammenwohnten 19 Familien, in zweien je 18, in einem 18, 
in zweien je 10, in je dreien Y9, in je achten 8, in je neun 7, in je vieren 6, in 
einem 5, in einem 4, in je zweien 3 und endlich in einem zwei Miethsparteien 
und blos in einem eine Familie. 
In einer Stadt wie Nürnberg, dessen gegenwärtiges Hänsermaterial zum 
Theil aus früheren Jahrhunderten stammt, wo ganz andere Ansprüche an die 
Wohnungen gestellt wurden, wo vor Allem auf Licht und Luft weit weniger Werth 
gelegt wurde, wo in Folge des eng begrenzten, durch Mauern und Wälle eingeengten 
Stadtgebietes die äußerste Raumausnützung stattzufinden hatte, die sich vor Allem 
in engen Treppen, ungenügenden Fluren, winkeligen Zimmern und sehr beschränkten 
Höfen äußert, da ist es bei jeder Feststellung der Befriedigung des Wohnungs— 
bedürfnisses von der größten Bedeutung, zu wissen, aus welcher Zeit das Haus 
stammt, in dem die Wohnung liegt. Selbstverständlich kann nur eine alle 
Wohnungen umfassende Erhebung einen genauen Einblick in diese wichtige Seite 
des Wohnungszustandes gewähren, unser Material genügt daher nicht zu Schlüssen 
dieser Art; vereinzelt wurden ganz alte Häuser bewohnt, die überwiegende Mehrheit 
stammte aus diesem Jahrhundert, verhältnißmäßig zahlreich waren die bewohnten 
Neubauten. Zirka 18 Proz. der Wohnungen lagen in Neubauten, die für die 
„Trockenwohner“ besonders bei der Bauart der Nürnberger Häuser mit sehr erheb— 
lichen Nachtheilen verknüpft sind. 
Von ökonomischer wie von sozialer Bedeutung ist auch die Dauer, während 
welcher die Wohnung von der gleichen Familie innegehabt wird; je häufiger die 
Wohnung gewechselt wird, desto größer sind die Kosten in Folge der Umzüge und 
der Werthverminderung des Mobiliars, das bei jedem Wohnungswechsel leidet, 
vor Allem bei den Proletariern, die sich selten den Luxus eines modernen Möbel— 
wagens leisten können, ganz abgesehen von all' dem Unbehagen, Arbeitsentgang 
und den sonstigen Schädigungen, die mit jedem Wohnungswechsel verknüpft sind. 
Die Annehmlichkeit der Wohnung, die Luͤst, kleine Verbesserungen in derselben 
auf eigene Kosten zu machen, sie zu schonen, sie zu einem, soweit dies über⸗ 
haupt möglich ist, angenehmen Aufenthaltsorte zu machen, sinkt mit der Wahr— 
scheinlichkeit, daß man nicht lange in den gleichen Räumen hausen werde. 
Charakteristisch für die Befriedigung des städtischen Wohnungsbedürfnisses ist die 
Unstetigkeit, der häufige Wohnungswechsel, wie Ernst Engel treffend sagt, das 
moderne Nomadenthum in unseren Großstädten. Eine de, Ursachen diesen Er—
	        

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